Andacht zum Monatsspruch Dezember 2017 – Thema:

 

Das Schönste kommt noch.

 

Lukas 1,78-79: „Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.“

 

„Na, schon alle Geschenke besorgt?“ – „Was wünschst du dir denn zu Weihnachten?“ – Diese und ähnliche Fragen werden zur Zeit oft gestellt. Bald ist es ja wieder da, das Fest der Gaben und Geschenke. Man kann den ganzen Stress und Rummel ja ablehnen, aber insgeheim freut sich doch jeder über ein gelungenes Geschenk. Natürlich gibt es auch Enttäuschungen. So wünschte ich mir als Schuljunge, weil ich gerne zeichnete, sehnlichst ein Reißzeug (Zirkelkasten). Zufällig sah ich, unbeabsichtigt, wie meine Eltern solch einen Kasten auspackten. Wie groß aber war die Enttäuschung, als nicht ich, sondern mein Schwager, der an der Berg-Schule studierte, dieses Gerät bekam. Viele Jahre später „schenkte“ ich mir dann selbst ein gutes Reißzeug.

 

Der Monatsspruch ist ein Wort aus der Geschichte von Zacharias und Elisabeth (Lukas 1). Diese beiden, inzwischen sehr alten Leute, hatten lebenslang einen unterfüllten Wunsch. Wie oft mögen sie zu Gott gerufen haben, aber ihre Ehe blieb kinderlos. Das war in damaliger Zeit die absolute Katastrophe. Da erfährt Zacharias während seines P r i e ste rd i e n ste s durch einen Engel, dass Gott ihm endlich den erbetenen Sohn schenken will. Über diese Botschaft ist er so perplex, dass es ihm für die nächsten Monate die Sprache verschlägt. Aber dann, als sich alles nach des Engels Worten erfüllt, bricht es förmlich aus ihm heraus, ein überströmender Lobpreis der Gnade Gottes, das „Benediktus“.

 

Sein Sohn Johannes soll Prophet des Höchsten und Wegbereiter des Messias sein. Nun ist sein Lebenswerk mehr als erfüllt. Die Geschichte könnte hier zu Ende sein, aber das Schönste und Beste kommt noch. Zacharias schaut prophetisch weit in die Zukunft und sieht das Größte, was Gott jemals tun wird: Die Erlösung der verlorenen Menschheit durch den Erlöser, das Licht aus der Höhe, Jesus, das Licht der Welt.

 

Als Christen wissen wir um die größte und schönste Gabe Gottes: Unser Retter, Heiland und Erlöser Jesus Christus, von dem wir fröhlich und begeistert singen: „Welch Glück ist’s, erlöst zu sein.“ Auf ihn soll ja auch alles Schenken zu Weihnachten hinweisen. Aber das Schönste kommt noch. Wir gehen einem großen Ziel entgegen. In einem alten Lied heißt es: „Jesus, er mein Heiland lebt; ich werd‘ auch das Leben schauen, sein, wo mein Erlöser schwebt; warum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht? – Ich bin durch der Hoffnung Band zu genau mit ihm verbunden, meine starke Glaubenshand wird in ihm gelegt befunden, dass mich auch kein Todesbann ewig von ihm trennen kann.“

 

 

 

Karl Sieger war von 1979 bis 1986 Pastor der Freien evangelischen Gemeinde Grafweg, gehört der Gemeinde auch heute noch an und ist einer der Leiter unserer Gebetstreffen.