„Als sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut.“
(Matthäus 2,10)
= Monatsspruch für Dezember 2018

Wie wär’s, wenn wir aus dem Monatsspruch ein Fragespiel machen? –
1. „Wer hat den Stern gesehen?“,
2. „Wo war dieser Stern?“ und
3. „Was war da eigentlich los?“
– Einige werden die Antworten kennen:
1. „Die Sterndeuter aus dem mittleren Orient“,
2. „Über Bethlehem, genauer: einem unscheinbaren Viehstall“ und
3. „Jesus, der Sohn Gottes, ist geboren, und Gott zeigt den Sterndeutern den Weg, so dass sie es auch verstehen“
– prima, volle Punktzahl!

Nun lese ich diesen Vers, der mich an die wunderbare Geschichte erinnert, sie gewissermaßen in mir lebendig macht („Kopfkino“), in diesem Jahr auch noch auf andere Weise. Vieles ist eigentlich wie in jedem Jahr:
Wie die Sterndeuter dem Ziel (oder das Ziel den Sterndeutern?) kommt Weihnachten mit großen Schritten auf uns zu. Noch vier Wochen … noch zwei Wochen … noch eine – huch, wo ist die Zeit geblieben!? Das kennen wir, das ist jedes Jahr so.
Am Ende dieses Jahres steht für mich (für uns!) aber eine Veränderung an, und auch dieser Zeitpunkt rückt nun immer näher: Eine (bzw. zwei) neue Dienststelle(n), eine neue Herausforderung, und trotz aller Vorbereitung auch einiges an Ungewissheit, denn alles Neue hat immer Ü b e r r a s c h u n g s - potenzial. Das gilt ebenso für die Gemeinde: Was kommt dann? Wer
kommt dann? Die Ungewissheit hat Überraschungspotenzial.
Ich war deshalb überrascht, wie die weihnachtliche Geschichte von Gott, seinem Sohn, den Sterndeutern und dem großen Stern, auch für unsere aktuellen Veränderungen eine Botschaft hat – und es ist eine ermutigende. Die Sterndeuter machten sich auf den Weg; sie gingen ein Stück weit ins Ungewisse; der Stern zeigte ihnen, wo der Weg lang ging – und wo das Ziel war.
Gott führte den Stern, Gott zeigte den Weg, und Gott war das Ziel. Gott ist die Konstante in ihrer und in unserer Geschichte; Gott ist unsere Gewissheit in Veränderungen, die Ungewissheiten mit sich bringen.
Gott schenkt es – damals wie heute –, dass die Überraschung am Ziel eine gute ist, eine frohe Botschaft vermittelt.
Die Sterndeuter waren unterwegs – aus ihrer Heimat, auf dem Umweg über Jerusalem, und bis nach Bethlehem. Und Gott war immer bei ihnen. Wir sind unterwegs, zu neuen Herausforderungen, zu Veränderungen.
Gott kennt das Ziel – Er hat es selbst gesetzt und eingerichtet. Das darf uns ganz getrost machen – unser Herr ist derselbe, auch wenn Menschen kommen und gehen.
Ich wünsche der Gemeinde und allen, die in ihrem Haus einund ausgehen, ganz viel von diesem Vertrauen auf unseren gemeinsamen Herrn – bis der Stern (hoffentlich bald) über einem neuen Hirten stehen bleibt. Und dann alle Beteiligten hocherfreut sind.
/ Gott segne Sie!

Ihr Pastor
Peter Bernshausen